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Marja-Christine Sprengel

Literatur unterliegt einem Produktionsprozess, der bislang meist vor der Öffentlichkeit verborgen und von der Forschung unbeachtet bleibt. Marja-Christine Sprengel stellt mit ihrer Untersuchung nun die Bedeutung jener Personen in den Mittelpunkt, die in den Verlagshäusern maßgeblich für das Publizieren verantwortlich sind: die Lektoren. Auf Grundlage von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial der Verlage Suhrkamp, Luchterhand und Piper untersucht sie in Einzelstudien die Strategien und Arbeitsweisen der Lektorate unter besonderer Berücksichtigung der Lektoratsarbeit von Elisabeth Borchers im Suhrkamp Verlag. Das Ergebnis zeigt, dass die Verleger die Arbeitsweise der Lektoren nicht explizit lenkten. Als wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit stellt sich das persönliche Verhältnis zwischen Lektor und Autor heraus.Auch wenn die Lektoratsarbeit in jedem der vorgestellten Verlage einen hohen Stellenwert hatte, so nahm Suhrkamp eine Sonderstellung ein. Hier prägte Cheflektorin Elisabeth Borchers mit ihren Ideen und ihrer Persönlichkeit maßgeblich das Verlagsprogramm in den Jahren von 1971 bis 1998. Ihre engagierte Betreuung von Autoren wie Max Frisch, Peter Weiss und Jurek Becker weist Sprengel an den untersuchten Archivalien nach und fordert damit eine Neudeutung der ‚Suhrkamp-Kultur‘: Das fruchtbare Umfeld für wichtige deutsche Autoren schuf Verleger Siegried Unseld nicht allein, sondern vor allem mithilfe seiner Lektoren.

Oftmals, so die Erfahrung André Hilles, muss man als Lektor mit dem Autor am Fundament des Textes arbeiten, selbst dann, wenn der Autor eigentlich der Meinung ist, dass sein Text bereits fertig sei. Oftmals gehen Autoren »produktiv zerstört« aus dem Gespräch mit dem Lektor heraus, um nochmals an der Grundstruktur ihres Textes zu arbeiten. Förderpreis 2007 - wilhelm-busch-preis.de

4.62 MB DATEIGRÖSSE
9783447106535 ISBN
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Aktuelle Bewertungen

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Sofya Voigtuh

Wer sein Buch in Eigenregie veröffentlichen möchte, sollte zumindest über ein professionelles Lektorat nachdenken. Dies ist natürlich eine Kostenfrage. Im folgenden Abschnitt erfährst Du, was ein Lektor in etwa kostet und wie man den Preis für das Lektorieren berechnen kann. Wer sein Manuskript an einen Verlag schickt, sollte sich diesen Rezension: Marja-Christine Sprengel, Der Lektor und sein Autor

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Mattio Müllers

Lektor als Beruf - Infos zur Arbeit im Verlagswesen Nun mag es ja leicht sein, diese Vorgaben zu erarbeiten, eine ganz andere Aufgabe ist aber, den Autor von eben Diesen zu überzeugen. Für den Autor ist ein Buch sein Baby, jede Veränderung kommt einer Verletzung gleich. Dazu gehört schon eine ganze Portion Durchsetzungsfähigkeit und Sensibilität.

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Noels Schulzen

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die du mitbringen solltest, wenn du Autor werden und ein Buch schreiben möchtest, gehören Kritikfähigkeit, Geduld, Schreibdisziplin, Talent und vor allem Kreativität. Selbst wenn du der Ansicht bist, dass dein Talent nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein, gibt es eine gute Nachricht: kreatives Schreiben ist ein erlernbares Handwerk. Beruf: Lektor - [GEOLINO]

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Jason Leghmann

Der Lektor: Berufsbild, Gehalt und Wege in den Beruf

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Jessica Kolhmann

Nun mag es ja leicht sein, diese Vorgaben zu erarbeiten, eine ganz andere Aufgabe ist aber, den Autor von eben Diesen zu überzeugen. Für den Autor ist ein Buch sein Baby, jede Veränderung kommt einer Verletzung gleich. Dazu gehört schon eine ganze Portion Durchsetzungsfähigkeit und Sensibilität.